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Ministererlass: Generelles Besuchsverbot in Altenwohnheimen

Alle aktuellen Informationen für unsere Einrichtungen zum Schutz vor dem Corona-Virus finden Sie auf unserer Sonderseite: www.pflegen-betreuen.de/coronavirus-covid-19

Pflege- und Betreuungsnetzwerk setzt Ministererlass um: Schutz der Bewohner hat Vorrang

Die Vorsorge und Schutzmaßnahmen gegen das Corona-Virus haben auch in den vier Altenhilfeeinrichtungen der St. Elisabeth-Stift gGmbH eine neue Eskalationsstufe erreicht. Auf Grundlage eines Erlasses des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales gilt ab sofort ein generelles Besuchsverbot, da insbesondere ältere Menschen mit einem geschwächten Immunsystem zu dem besonders gefährdeten Personenkreis gehören. Eine Ansteckung mit dem Virus kann für alte Menschen mit geringen Abwehrkräften lebensbedrohlich verlaufen.

Um das Risiko zu minimieren, sind auch das St. Elisabeth-Stift Sendenhorst, das
St. Josefs-Haus Albersloh, das St. Magnus-Haus Everswinkel und das St. Josef-Haus Ennigerloh bis auf Weiteres für Angehörige und Besucher nicht zugänglich. „Die Angehörigen sind schriftlich informiert worden. Ausnahmen gelten in medizinischen oder sozial-ethisch kritischen Situationen, wie beispielsweise im Falle einer Sterbebegleitung“, so Markus Giesbers, Koordinator für alle vier Einrichtungen im Pflege- und Betreuungsnetzwerk. Auch Ärzte haben ungehinderten Zugang zum Haus.

Angehörige haben die Möglichkeit, Informationen über das Wohlergehen und Befinden ihres pflegebedürftigen Familienmitglieds zu erhalten. Über den Empfang der Einrichtung werden Anrufe zentral entgegen genommen. Der Rückruf durch einen zuständigen Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin aus der Pflege erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt, da die Pflege und Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner Vorrang hat. „Bei akuten Veränderungen melden wir uns umgehend bei den Angehörigen, so wie wir es bisher auch getan haben“, versichert Giesbers. Auch können Sachen für Bewohnerinnen und Bewohner über den Empfang abgegeben werden; sie werden dann weitergeleitet.

„Uns ist sehr wohl bewusst, welche einschneidenden Konsequenzen die von uns getroffenen Maßnahmen für unsere Bewohnerinnen, Bewohner  und die Angehörigen haben“, so der Netzwerkkoordinator. „Wir appellieren aber an alle, uns darin zu unterstützen, die Bewohner und auch die Mitarbeiter vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus zu schützen.“

Ein Ende der Situation ist derzeit nicht absehbar. Mit dem generellen Besuchsstopp sind auch alle großen, wohnbereichsübergreifenden Veranstaltungen in den Einrichtungen bis auf Weiteres ausgesetzt. Gottesdienste, die zunächst noch hausintern möglich waren, finden nach einer Mitteilung des Bischofs nun ebenfalls nicht mehr statt. Der Zugang für Gottesdienste soll aber über TV und Internet möglich gemacht werden.