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Verlässlicher Anwalt für das St. Josefs-Haus geht von Bord

Staffelstabübergabe im Aufsichtsrat: Theo Borgmann (3.v.r.) übergibt an Manfred Pälmke (l.).

Theo Borgmann verlässt nach 20 Jahren den Aufsichtsrat / Manfred Pälmke folgt

Generationenwechsel im Aufsichtsrat der St. Elisabeth-Stift gGmbH: Nach 20 Jahren verabschiedete sich Theo Borgmann aus dem Gremium, dessen stellvertretender Vorsitzender er auch zwei Jahrzehnte lang gewesen ist. Der 78-jährige Albersloher Landwirt vertrat zusammen mit Antonius Breul im Aufsichtsrat das St. Josefs-Haus, das mit Wirkung zum 1. Januar 1999 von der Kirchengemeinde St. Ludgerus Albersloh in die Trägerschaft des Pflege- und Betreuungsnetzwerks Sendenhorst übergegangen war. Die sensible Phase des großen Umbruchs hat Theo Borgmann als stellvertretender Kirchenvorstandsvorsitzender maßgeblich mitgestaltet, um die Weichen für das St. Josefs-Haus Richtung Zukunft zu stellen.

„Wir hatten Riesenrespekt vor der Aufgabe, dem St. Josefs-Haus Albersloh langfristig Perspektiven zu geben“, blickt Aufsichtsratsvorsitzender Werner Strotmeier, damals in der Rolle des Geschäftsführers, zurück. Die Herausforderung bestand darin, dass sich die gute Altenhilfearbeit der Mitarbeiter nicht in der rund 80 Jahre alten Architektur des ehemaligen Albersloher St.-Josefs-Hospitals abbilden ließ. „Wir haben viele Optionen geprüft, aber der Krankenhauscharakter wäre nicht weg gewesen.“ Ein Neubau bot die Chance, das Angebot von 43 auf 60 Plätze zu erweitern und mit modernen lichtdurchfluteten Räumen an die Bedürfnisse der Bewohner und an die Anforderungen moderner Pflege und Betreuung anzupassen.

Legendär war eine große Versammlung bei Geschermann im Jahr 2000, als die Option Abbruch und Neubau vorgestellt wurde. Als sich Bürgermeister Ewald Rüschenschmidt für das Vorhaben aussprach, platzte der Knoten und gelang die Wende. Im Vorfeld hatten Theo Borgmann und Antonius Breul als ehrenamtlicher Geschäftsführer des St. Josefs-Hauses viele Gespräche geführt, um den Weg zu ebnen. Der Abschied vom ortsbildprägenden Krankenhausgebäude fiel vielen Alberslohern schwer, hatten doch viele von ihnen zum Aufbau und Erhalt dieser Institution beigetragen.

Werner Strotmeier würdigt Borgmanns Rolle in diesem Prozess: „Wir mussten einen großen und mutigen Schritt gehen. Die gute Zusammenarbeit zwischen Sendenhorst und Albersloh hätte ohne Sie nicht geklappt.“ Mit dem Neubau des St. Josefs-Hauses mit einer eigenen Kapelle und dem offenen Cafébereich gelang die enge Verzahnung in das Albersloher Dorfleben. Getragen war dies auch durch einen sehr aktiven Förderverein, dem Theo Borgmann ebenfalls angehörte.

Mit Jahresbeginn 2020 werden die Belange des St. Josefs-Hauses im Aufsichtsrat von Antonius Breul und Manfred Pälmke vertreten.

Zur Person: Manfred Pälmke

Manfred Pälmke ist ein Albersloher Urgestein und wurde vor 67 Jahren im ehemaligen St. Josefs-Hospital, dem Vorläufer des St. Josefs-Hauses, geboren. 45 Jahre war er bei den Stadtwerken Münster tätig, zuletzt im Vertrieb Geschäftskunden. Seinen privaten Lebensmittelpunkt hatte er aber zeitlebens in Albersloh. Mit seiner Frau Rosalie hat er zwei erwachsene Kinder; mittlerweile bringt auch eine Enkeltochter Leben in die Familie.

Manfred Pälmkes Name steht für viele Ehrenämter, die er im Laufe seines Lebens in Albersloh inne hatte und hat. Über rund drei Jahrzehnte war er aktives Mitglied und viele Jahre Vorsitzender des Kolping-Blasorchesters. In der Männersodalität Albersloh ist er Vorstandsmitglied, engagiert sich in der Gemeinde als Seniorenmessdiener und für die Sicherheit der Schulkinder als Schülerlotse.

Seit drei Jahren ist er Mitglied und Schriftführer im Förderverein des St. Josefs-Hauses, dem er sich sehr verbunden fühlt. Seit 2018 lebt seine 96-jährige Mutter im St. Josefs-Haus, so dass sich bei den täglichen Besuchen ein enger Draht zum Haus entwickelt hat. Seine Philosophie: „Der Umgang mit alten Menschen macht mir Spaß, und ich mache gerne etwas für andere.“