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Von der Gemeindeschwester zum Profi-Pflegeteam

20 Jahre ein Erfolgsmodell: Die Caritasstation St. Elisabeth in Kooperation von St. Elisabeth-Stift gGmbH und Caritasverband für das Dekanat Ahlen.
Erinnerungsfoto anlässlich des Festaktes zum 20-jährigen Bestehen der Caritas Sozialstation St. Elisabeth

20 Jahre Caritas Sozialstation St. Elisabeth: Rückblick und Würdigung

Das waren noch Zeiten, als die örtliche Gemeindeschwester mit wehendem Rock auf einem Fahrrad durch ihren Sprengel fuhr und kranke und pflegebedürftige Menschen versorgte. Diese wohnortnahe ambulante Versorgung stieß Ende der 1970er Jahre an ihre Grenzen und führte vielerorts zur Gründung von Sozialstationen. Eine von ihnen war 1979 die Caritas Sozialstation in Ahlen, die 1985 einen weiteren Standort in Drensteinfurt gründete. Zum 1. Januar 1999 verlegte sie ihren Sitz ins St. Josef-Stift Sendenhorst und machte als Caritas Sozialstation St. Elisabeth schon in ihrem neuen Namen deutlich, dass sie aufs engste vernetzt ist mit den stationären und teilstationären Angeboten des 1997 eröffneten St. Elisabeth-Stifts.

20 Jahre Caritas Sozialstation St. Elisabeth war somit ein guter Anlass zur Rückschau – auch auf die 2009 durch die „Heinrich und Rita Laumann-Stiftung“ ermöglichte Palliativpflege. Ein Rückblick in Schlaglichtern und Zitaten:

Die Caritas Sozialstation ist ein wichtiger Baustein im Pflege- und Betreuungsnetzwerk, das mit der Gründung des St. Elisabeth-Stifts ins Leben gerufen wurde. Es übernahm die von Josef Spithöver formulierte Aufgabe, pflegebedürftige ältere Menschen in Sendenhorst zu pflegen und zu versorgen. Dieser Stifterwille war im St. Josef-Stift mit seiner Entwicklung zu einer hochspezialisierten Fachklinik in der ursprünglich gedachten Form nicht mehr umsetzbar.

„Die Hand-in-Hand-Versorgung von Beratung, ambulanter Pflege und stationären Angeboten ermöglicht ein abgestuftes und bedarfsgerechtes Angebot. Es lebt von vielen engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.“
Dr. Ansgar Klemann, Geschäftsführer St. Elisabeth-Stift gGmbH

„Wir profitieren sehr von der Zusammenarbeit mit dem St. Elisabeth-Stift und dem gesamten Netzwerk: Auf kurzem Dienstweg können wir eine Platz in der stationären Pflege, in der Kurzzeit- oder Tagespflege vermitteln, wenn die Versorgung zu Hause nicht mehr geht.“
Martina Menzel, stellvertretende Leitung Caritas Sozialstation St. Elisabeth

„Die Patientenzahl ist stark gestiegen durch den demografischen Wandel, das Vertrauen in unsere Arbeit und die Mund-zu-Mund-Propaganda. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind alle mit Herz und Verstand dabei.“ Heinrich Sinder, Geschäftsführer des Caritasverbandes für das Dekanat Ahlen

„Die Palliativpflege ist wichtig für eine gute Versorgung, der Weiterbildungsaufwand ist aber sehr hoch. Die Sozialstationen in Sendenhorst, Ahlen und Drensteinfurt sind die einzigen Anbieter ambulanter Palliativpflege.“
Heinrich Sinder, Geschäftsführer des Caritasverbandes für das Dekanat Ahlen

„Danke an das Palliativnetz und die ,Heinrich und Rita Laumann-Stiftung, dass so etwas möglich ist.“
Birgit Wonnemann, Leitung Caritas Sozialstation St. Elisabeth, zum Abschluss ihres bewegenden Fallbeispiels über eine palliative Versorgung

Fakten zur  Caritas Sozialstation St. Elisabeth:

  • 291 Patienten in Sendenhorst, Albersloh, Drensteinfurt, Rinkerode, Walstedde, Alverskirchen und Everswinkel
  • 48 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der ambulanten Pflege, im Haushalt und in der Betreuung
  • Flotte mit 18 modernen Fahrzeugen